Im Mittelpunkt stand die Schlagzeugerin Katharina Ernst, die ihr Drumset mithilfe eines speziell entwickelten KI-Systems um eine visuelle Ebene erweiterte. Die von ihr gespielten Rhythmen steuerten eine große Leinwand, auf der sich fortlaufend verändernde Projektionen zeigten. Dabei wechselten sich abstrakte grafische Formen mit der Darstellung einer weiblichen, sprechenden Person ab. Die Bilder reagierten unmittelbar auf Klang, Tempo und Rhythmus der Musik.
Besonders spannend war das Wechselspiel zwischen Musik und Bild: Die durch die KI erzeugten Grafiken und Videos gaben neue Impulse für das Schlagzeugspiel, die Katharina Ernst wiederum klanglich umsetzte. So entstand ein Dialog zwischen Mensch und Maschine, bei dem sowohl der akustische als auch der visuelle Raum bespielt wurde. Das Schlagzeug wirkte dabei wie ein großes, polyrhythmisches Instrument aus Klang und Licht.
Auch wenn das Stück für viele von uns zunächst ungewohnt und stellenweise verwirrend war, empfanden wir die Aufführung insgesamt als spannend und gelungen. POLYLOG zeigte eindrucksvoll, welche kreativen Möglichkeiten sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der zeitgenössischen Musik eröffnen.
Im anschließenden moderierten Nachgespräch erhielten wir zusätzliche Einblicke in die Entstehung des Projekts und konnten offene Fragen klären, was unser Verständnis für das Stück deutlich vertiefte.


