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Ein Projekt zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Im Rahmen einer Projektwoche zum Schuljahresbeginn mit dem Thema „Spurensuche: Die Familie Chotzen“ haben sich die Schüler*innen der Klassen 10a, 10c und 10d intensiv mit der bewegten Geschichte und dem Stammbaum der jüdischen Familie Chotzen auseinandergesetzt.

Diese Familie steht stellvertretend für viele jüdische Familien, deren Leben nicht in Vergessenheit geraten sollten.

DieSchüler*innen haben in Gruppen verschiedene Informationen und Quellen aufbereitet und kreative Präsentationen erarbeitet. Dabei ging es nicht nur um Fakten und Daten, sondern auch darum, die Geschichten hinter den Namen zu verstehen: Wer waren die Mitglieder der Familie Chotzen? Wie lebten sie? Welche Spuren haben sie in unserer Stadt hinterlassen? Wie veränderte sich ihr Leben während des Nationalsozialismus? Was passierte nach 1945?

Den Höhepunkt des Projekts bildete ein gemeinsamer Stadtrundgang. Die Schüler*innen hielten ihre Präsentationen vor den Originalschauplätzen – vor dem ehemaligen Wohnhaus in der Johannisberger Str. 3, einer ehemaligen Schule des Schülers Erich Chotzen (heute unsere Schule!) in der Kranzer Str. 3, dem Sportplatz in der Fritz-Wildung-Str. und auch am Gleis 17 im Grunewald (dem Ort der Deportationen) – und machten so die Vergangenheit für alle Anwesenden lebendig.

Die Spurensuche nach der Familie Chotzen hat nicht nur unser Wissen bereichert, sondern auch gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der eigenen Stadtgeschichte auseinanderzusetzen. Durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema und dem Stadtrundgang ist es gelungen, die Erinnerung an die Familie Chotzen und ihr Erbe wachzuhalten.